Die vorletzte Ausgabe des DU-Magazins hat sich ausführlich mit Roberto Bolaño beschäftigt. Wir verlosen 5 Ausgaben und gewähren zusätzlich allen wilden Lesern 50% Rabatt auf ihr Exemplar!
Ein einschlägiger Werbespruch besagt, dass wir – die Wilden Leser – Lesen als Abenteuer begreifen. Als ich mit 2666 begonnen habe, bemerkte ich, dass wir damit nicht alleine sind: Zumindest drei der Kritiker, Pelletier, Espinoza und Morini, sind der Lektüre Archimboldis genauso verfallen wie wir 2666…
Und es geht weiter, die Kritiker gehen auf Reisen und die Verbindungen werden komplizierter! Die nächsten ca. 70 Seiten stehen auf dem Programm!
Heute geht es los! In dieser Woche (26.9. – 2.10.) schauen wir uns noch einmal die ersten ca. 70 Seiten von 2666 an. Wir greifen nicht vor! Zum Einstieg empfehle ich den neuen Bolañisten, die das Buch zum ersten Mal lesen noch die Beträge zum Titel 2666 und zum Baudelaire-Motto…
Genau zwei Jahre ist es her, dass sich auf Wilde-Leser.de Fans der lateinamerikanischen Literatur und Ausdauerbibliphile zusammengeschlossen haben, um Roberto Bolaños 2666 gemeinsam in 2666 Stunden zu lesen und zu besprechen. Machen wir’s noch einmal!
1.) Glauben Sie nicht auch, dass man Roberto Bolaños DNLIA („Die Naziliteratur in Amerika“) spätestens jetzt, nach den entsetzlichen Mordattentaten in Norwegen neu lesen müsste? 2.) Finden Sie es nicht beunruhigend, in welch unheimliche Nähe Fiktion und Realität hier geraten, wenn Sie sich die einzelnen Lebensläufe, die fiktiven und die realen, der Reihe nach abermals vergegenwärtigen? 3.) Auch wenn Sie [...]
Stichwort „Mestizismus“ Wären Indigenismus, Mestizismus und drittens der so unsolide (eher einverständnismäßig polemisch) klingende Begriff „Nazi-Literatur“, sähe man sie in einem Spektrum zusammen, dennoch differenzierende und erkenntnisentbindende Gesichtspunkte für den Versuch einer Einteilung der gesamten Lateinamerikanischen Literatur? In seinem schon 40 Jahre altem Gesprächsbuch mit lateinamerikanischen Schriftstellern von Rang, „Dialog mit Lateinamerika / Panorama einer Literatur der Zukunft“ (Tübingen und [...]
Dass man in einem Buch, das den Begriff „Nazi“ bzw. „Naziliteratur“ gezielt schon im Titel trägt, besonders auf jenes zweigliedrige Buchkapitel zu achten hat, das ausdrücklich von Deutschen bzw. Deutschstämmigen handelt, ist ziemlich naheliegend und – wie mir scheint – unverzichtbar, zumal dann, wenn einem ins Bewusstsein kommt und danach im Bewusstsein bleibt, dass der Nationalsozialismus, mag er mitunter auch noch so sehr und nicht unpauschal als bloße Sonderform unter die Gesamtrubrik Faschismus verrechnet worden sein, in seiner besonderen Ausprägung unleugbar aus deutschsprachigen Gebieten stammt.
Im Gespräch mit Wilde-Leser.de spricht Bolaño-Entdecker Heinrich von Berenberg über die Umstände der Veröffentlichung, die Resonanz in Deutschland und den aktuellen Hype um die nachgelassenen Werke Bolaños.